170710 PSW Logo QS jahr11035 IMG 20180919 19462210992   PSW 190918 hi res V7A7152 2560x170711071  

Am 19.09.2018  wurde der Merian-Schule aus Berlin-Köpenick erneut das „Qualitätssiegel für exzellente berufliche Orientierung“ verliehen, welches unsere vorbildliche Berufs- und Studienorientierung (BSO) nachhaltig würdigt.

Die Besonderheit des BSO-Konzeptes der Merian-Schule besteht darin, dass in diesem die Gesamtheit der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft involviert ist. Die wichtigsten Ziele der BSO sind, dass alle SuS am Ende des 10. Jg.  einen  Ausbildungsplatz oder die Zulas-sung für die gymnasiale Oberstufe besitzen und dass alle  SuS des 13 Jg.  nach dem Abitur eine klare Perspektive  für ihren  weiteren Lebensweg entwickelt haben. Zu Beginn jedes Schuljahres werden in allen Elternversammlungen die jahrgangsspezifischen BSO-Aktivitäten den Eltern mit der Bitte vorgestellt, ihre Kinder bei der Suche nach dem besten Berufs- und Lebensweg bewusst zu unterstützen.

Das „Herzstück“ der BSO an der Merian-Stunde sind die traditionell im Dezember stattfindenden BSO-Wochen, die parallel für alle SuS des 7. bis 13. Jg. so strukturiert sind, dass die Jugendlichen Schritt für Schritt einen individuellen Berufs- und Lebensplan entwickeln können.

Die  „Neu-Merianer*innen“ des 7. Jg. arbeiten in diesen zwei Praxiswochen im Klassen-verband in den schulinternen Werkstätten sowie an externen Arbeitsorten. Dabei stellen sie eigene Produkte her, um eigene Interessen und Fähigkeiten zu entdecken.

Beim Werkstättenpraktikum der SBH-Nord durchläuft jede Schülerin bzw. jeder Schüler des 8. Jg. sehr selbstständig drei von elf möglichen Arbeitsbereichen - in der Holz-, Metall- oder Textilwerkstatt, im Touristik- oder Handelsbüro, als „Floristik-, Medien oder Küchenexperte“ – um sich dort weiter auszuprobieren.

Alle SuS des 9. Jg. absolvieren zum gleichen Zeitpunkt das Betriebspraktikum 9, welches sie sich, auch oft mit der Unterstützung ihrer Eltern, selbst ausgesucht haben. In den verschie-denen Betrieben und Unternehmen lernen sie dort praxisnah Berufsmöglichkeiten kennen.

Das ebenfalls zweiwöchige Betriebspraktikum 10 bietet den SuS des 10. Jg. dann die Mög-lichkeit, die gemachten Erfahrungen weiter auszubauen oder neue Arbeits- und Lebenswelten für sich zu entdecken.

Die für viele SuS nach der 10. Klasse folgende Zeit an der gymnasialen Oberstufer der Merian-Schule stellt oft eine wichtige Lebensetappe dar. Auch dabei die gesamte Schüler-schaft von BSO-Maßnahmen begleitet, die ihnen helfen sollen, den individuell besten Lebens-weg zu finden.

Parallel zu den Praktika der SEK I führen alle SuS des 11. Jg. den einwöchigen Lehrgang „Wissenschaftliches Schreiben“ durch, um wichtige Grundlagen für ein eventuelles Studium zu erlangen.

Für den 12. Jg. findet eine „Zukunftswoche“ statt. In dieser lernen die SuS Berliner Fach-hochschulen kennen, erfahren jedoch auch von ehemaligen „Merianern“ und externen Unternehmensvertretern Interessantes aus deren Lebens- und Arbeitswelt.

Im Fokus des 13. Jg. stehen die kommenden Reifeprüfungen. Beim „Abitur-Training“ wer-den ausgewählte Fachprüfungen sowie die Fünfte Prüfungskomponente eine Woche lang in-tensiv thematisiert.

Bei der Vorbereitung und Umsetzung all dieser Maßnahmen ist die gesamte Lehrerschaft  und sind auch viele Eltern involviert. Auch finden im ersten Schulhalbjahr viele weitere BSO-Aktivitäten statt (s. Schema), die z. B. von der Agentur für Arbeit, dem BSO-Team der Schule oder der Gesamtelternvertretung organisiert werden. Ähnliche Aktivitäten existieren auch im zweiten Schulhalbjahr. Als Beispiele seien der „Girls- und Boys-Day“, der Besuch von Aus-bildungsmessen oder die Praktika im 11. und 12. Jg. genannt (s. Schema).

Die Wichtigkeit und der Erfolg des BSO-Konzepts der Merian-Schule wird am Ende der 10. Klasse bzw. nach dem erfolgreichem Abitur durch die äußerst hohe Prozentzahl von SuS deutlich, denen es über die Jahre tatsächlich gelungen ist, ihren individuellen weiteren Lebensweg zu finden.

Das „Qualitätssiegel für exzellente berufliche Orientierung“ ist somit die Anerkennung für das hohe und gemeinsame Engagement von Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft sowie ein Dank für die Unterstützung durch viele externe Kooperationspartner.